WAs bin Ich armes
Windsor Schloss
Gewesen doch vorzeiten?
Der Ich gebaw't schoen, fest und gross
Auf einen
Felss zum streiten,
Und auch zur Lust am
Thaemes-flus,
Der mir umbnetz't mein
Sietz und
Fuss▪
War Ich nicht ein recht
Frewden-haus?
Wenn
Koenig's-Mayestaeten
Zueziehen pfleg'ten ein und aus
Mit Paucken und Trompeten
Zuefchlagen
Rietter mit dem
Schwerdt
Vom
Blawen Hosenband hoch werth.
Manch'r
Prinz, Fu
erst, Graff, und
Edler-held
Hat mit Ehrn hier erlanget
Den
Rietter-Standt, und nicht durch Geld;
Besonndern wann gepranget
Sein
Mannheit herfur und in
Thatt
Er solche recht bewiesen hat,
Mit
Turnie'n, Kaempfen, Sturm und
Streit
Zue
Wasser uud
Zuelande
Must Er sein Ku
ehne
Tapferkeitt
Beweisen ohne Schande
Dem
Vatterland zue
Schutz und
Nutz,
Und seinem
Feind zue einem Trutz.
Solch'
Koenigliche Lust und
Frevvd,
Vnd
Edler Rietter-Orden
Hat nun ein end. und ist allreit
Mein
Wohnung leider worden
Ein
Travver-haus, und
Todten-Grufft,
Welch' stets erbaermlich Rache rufft:
I a freylich
Rache über Die,
So Tyrannischer massen
Getoedtet
den, der doch war nie
Mit fug und Recht zue hassen,
Vielweniger verschult vom
Thron
Zuestu
ertzen Ihn mit solchem hohn,
Alls
Carolum den Koenig gross
Drey gantzer Koenigreiche.
Der nun liegt hier in meiner
Schoss,
Doch zwar nur seine
Leiche.
Die
Seele ist zue
Gott geführt,
Der Sie mit Ewig'r
Chron geziehrt.
Die
Seel', welch' fu
erdem
Angeficht
Des grossen
Gottes schwcbet,
Vnd alls ein
Stern leicht hell und licht,
Vnd voller
frevvden lebet,
Klag't sehr hart an die
Moerder gros
Stets immer und ohn unterlos.
Denn ob schon Seine
Mayestet
Den
Tugenden ergeben,
Und nicht allein gehalten stet
Ein
Keusch, und
nu
echtern Leben
In
Gottes-furcht, und das er war
Mild', Gnaedig, und
Sanffmu
ettig gar;
Besondern auch so Ru
ehmlichst ist,
Ein
Loeblich Regimente
Gefu
ehret, und zue ieder frist
Sorg', fleis, und m
eh' anwend'te
Umb zuerhalten
Land und
Leuth
In
Rub', und
fried und
einigkeit.
Noch dennoch entlich wieder Ihn
Viell
Rebellische Kriege
Sich angesponnen alhier indem
Reich, Er auch die
Siege,
Und's
Glu
eck den
Rebell'n lassen must
Mit grossem schaden und Verlust.
Drauf Ihn theils and'rer Nation
Zue Der Er sich gesellet,
und (negst
Gott) sein meist
hoffnung schon
Gesetzt hatt und gestellet,
Verrathen und
Verkaufft mit List,
(Wie
Iudas thet den
Herren Christ.)
Dem
Engelischen Parlament
Gar schaendlich wieder glauben,
Ehr, Trevv, and
Pflicht, nur zue dem end,
Das
Leben Ihm Zurauben
Wie Er sich dann Zum Tode sein
Gedulldig as ein
Lamb stellt ein.
O We
[...]h' der grossen
Tyranney
Ein solchen
Potentaten
Zuerichten hien ohn furcht und schew.
O wer hat dies gerathen.
Ist solch's doch vorhin nie erhoert,
Das
Vnterthanen so bethoert.
Und Zugleich seine
Erben-Drey
So gantz zue unterdru
ecken.
Moecht einem springen doch entzwey
Das Hertz in Tausent stu
ecken,
Wenn es bed enck't die
boese That,
Und wie man's practiciret hat.
Dies heist gantz wieder
Goet gethan,
Vnd sein
Geboth und
Lehre,
Das sein
Gesalbeten Sie angeru
ehrt,
und nicht viel mehre
Die
Rach' befohlen
Gott allein.
Ob schon wer Recht Ihr falscher schein.
Wehr'n gleich mein
Augen Baeche tieff,
Vnd grosse
Wasserquellen,
Das davon die
Thaems überlieff,
Koentt Ich doch nich gnug faellen
Des
Wassers Zuebeweinen recht
Den
Herren meinen
Koenig echt,
Doch wiell, so viel Ich immer kan,
Mein
Thraenen lassen fliessen.
Ist iemand sonst auch mit mir dran
Dergleichen Zuevergiessen,
Zublicken lassen seine
Lieb,
Die Er sei'm Herren schulldig blieb.
So thue Er solches spat und fru
ee
Mit
Travvren und
Leidtragen,
Vnd helf sein
Todt und
Vnschult hie
Von hertzen sehr beklagen,
Ach, ach es möcht ein
Steinern Hertz
Vmb Ihn wohl tragen Leidt und Schmertz
Vnd wenn solch's schon der
Mensch nicht thet,
So wurden doch nicht schweigen
Berg'Thahl: und
Waellder, sondern stet
Bewegen sich und beigen,
Vnd schreyen laut mit voller Stimm
Stets über seine
Vnschult hin.
Hat doch die
Sonne Ihren Glantz
Denselben Tag nicht geben,
Alls Er getoedtet, sonndern gantz
Verfinstert, und darneben
Der
Himmel auch bekleidet sich
Mit
finstern Wolcken trawriglich.
O
Weeh Euch, die Ihr schulldig seyd,
Vnd
Ihm geraub't das Leben,
And seine
Krohn und
Herrligkeit.
Gott wirdt den
Lohn Euch geben.
Glaub't nur gewieslich dem Bericht,
Die
Straff ja bleibet aussen nicht.
Ia, die zeit kombt bald, in der Ihr
Dem den Ihr habt verstossen,
Werd't mu
essen geben nach gebu
ehr
Seiu
Erbtheill, und der grossen
Straff, Schand, und
Spott gewertig sein
Auch wieder ewern Wiellen fein.
Ich aber schaetz mich
glu
ecklich nu,
Der Ich die
Ehr bekommen,
Das dein
Ruhstet (o
Koenig Du,)
Bey mir hast hier genommen.
Gott geb' am
Iu
engsten Tag auch
dir
Ein f
[...]oelich Aufferstehung hier.
FINIS.